lösungsfokussierte Gesprächsführung

Lösungsfokussierte Gesprächsführung

Ein lösungsfokussiertes Gespräch zielt darauf ab, den Klienten darin zu unterstützen, eine Vision von einer angestrebten Lösung zu entwerfen und deren Umsetzung zu erleichtern. Es hat sich dabei gezeigt, dass es hilfreicher ist, sich auf die Ziele und Ressourcen des Klienten und die Ausnahmen vom Problem zu konzentrieren, anstatt auf das Problem und seine Entstehung. Anstelle eines theoretischen "Verstehen wollen" steht das konkrete Handeln im Vordergrund.

Es wird davon ausgegangen, dass der Klient an positiven Veränderungen interessiert ist und fähig ist, die für seine Umstände und seinen Rahmen passenden Lösungen selbst zu finden.
Der Begriff Lösung sollte in der Lösungsfokussierung  dabei nicht inhaltlich verstanden werden, z.B. als ein Zustand wie „glücklich“, „gesund“ oder „erfolgreich“. Vielmehr ist mit Lösung eher die Auflösung von Problemen und der Beginn von etwas Neuem gemeint. Die Lösung ist ein neuer Zusammenhang von bereits bekannten Dingen.

Aktuelle Forschungsergebnisse der Neurobiologischen Forschung, insbesondere das Konzept der Neuroplastizität, stützen das Konzept der Lösungsfokussierung. Das Gehirn und seine Strukturen und die damit zusammenhängenden Funktionen werden laufend verändert und der gemachten Erfahrung angepasst. Somit besteht Lernen aus der Verstärkung synaptischer Verbindungen zwischen Neuronen.


Die drei Grundprinzipien der Lösungsfokussierung:

  • „Repariere nicht, was nicht kaputt ist“ – Es wird nur an dem Thema gearbeitet, an dem der Klient zu arbeiten wünscht. Es werden keine Deutungen oder Interpretationen und kein „zwischen den Zeilen hören“ vorgenommen.
  • „Finde heraus, was gut funktioniert und passt – und tue mehr davon“ – Im Leben aller Menschen gibt es bereits Lösungswege, die sie ihrem Ziel näher bringen. Diese gilt es zu finden und bewusst weiterzugehen.
  • „Wenn etwas trotz vieler Anstrengungen nicht gut genug funktioniert und passt – dann höre damit auf und versuche etwas anderes“ – Eine ausführliche Analyse von dem, was nicht gelingt, ist nicht zielführend. Ein Perspektivenwechsel bringt oft neuen Schwung und Energie, etwas Neues auszuprobieren oder etwas Altes auf neue Art zu sehen.

 

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Insa Sparrer